Streitschlichtung
Worum geht es?
Jeder, egal ob Kind oder Erwachsener, erlebt Konflikte oder Streitigkeiten: In der Pause, während des Unterrichts, in der Freizeit, zu Hause, mit den Lehrerinnen und Lehrern, mit den Mitschülerinnen und Mitschülern, mit Eltern und mit Freundinnen und Freunden.
Das ist nicht schlimm, sondern ganz normal. Wichtig ist nur, wie man mit Konflikten umgeht und einen Streit beendet.
Häufig gibt es dabei Sieger und Verlierer, mindestens einer der Streitenden ist anschließend sehr unzufrieden oder traurig. Mitunter sind auch Bedrohungen, Beschimpfungen und körperliche Gewalt im Spiel oder Angst bleibt zurück.
Doch es geht auch anders:
Neutrale Dritte, so genannte Streitschlichterinnen und Streitschlichter können dabei helfen, Konflikte friedlich zu lösen, so dass alle Beteiligten sich danach wieder in die Augen schauen können. Das leistet bei uns an der Schule die AG „Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler“.
Wie funktioniert Streitschlichtung?
Ziel ist, dass die Streitenden miteinander reden und sich gegenseitig zuhören, um die Sichtweise des Anderen kennen zu lernen und sich in den Anderen hinein zu versetzen. Das ist eine gute Grundlage, gemeinsam über mögliche Lösungen des Konflikts nachzudenken. Es hat sich gezeigt, dass die Beteiligten selbst viel bessere Lösungen finden können als Außenstehende. Die Beilegung eines Streits sollen die Parteien daher selbst erarbeiten.
Die gefundenen Lösungen werden von den Streitparteien in einem Schlichtungsformular festgehalten, so dass nichts Wichtiges vergessen werden kann und nur das in das Formular eingetragen wird, womit alle Beteiligten einverstanden sind. Deshalb gibt es nach einer Streitschlichtung auch keinen Verlierer, im Gegenteil: Alle haben etwas gewonnen und sind Sieger. Die Streitschlichterinnen und Streitschlichter behalten alles Gehörte für sich; es herrscht vereinbarte Vertraulichkeit.
Sind auch Erwachsene beteiligt?
Im Regelfall sind die Streitschlichterinnen und Streitschlichter Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 – 13, die bei einem Streit vermitteln. Da sie ähnliche Probleme haben oder gehabt haben, ist es für sie im Vergleich mit Erwachsenen oft leichter, Streitigkeiten zu verstehen. Außerdem sind sie dafür sechs Monate lang speziell ausgebildet worden und haben dabei gelernt, gut zuzuhören, sich in die Situation anderer Schülerinnen und Schüler hinein zu versetzen, unparteiisch zu sein, zu vermitteln und Verschwiegenheit zu wahren.
An wen richtet sich dieses Angebot?
Alle Schülerinnen und Schüler, die in einen Streit verstrickt sind, den sie nicht allein lösen können, sind angesprochen.
Wann und wo findet Streitschlichtung statt?
Die Streitschlichterinnen und Streitschlichter stehen in der 2. großen Pause und nach Absprache in der 5. Stunde in bzw. vor dem Raum 104 (Streitschlichtungsraum) zur Verfügung.




