02303 - 25 31 30
info@pgu.de

Gedenken an die Opfer des Holocaust

Das PGU gestaltete die diesjährige Gedenkveranstaltung anlässlich des 27. Januar im Ratssaal der Stadt.

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar findet im Ratssaal der Stadt Unna jährlich eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt. Die Ausrichtung dieser übernimmt jedes Jahr eine weiterführende Schule aus Unna. In diesem Jahr hatten wir, das PGU, die Ehre, uns um die Ausgestaltung der Gedenkstunde zu kümmern. Dafür hatten wir Schülerinnen und Schüler von der 6. Klasse bis zur Q1 verschiedene Beiträge vorbereitet, die wir dort präsentierten.

Als wir am Rathaus ankamen, gingen wir in den Saal, wo wir freundlich empfangen wurden. Wir verteilten die Programmhefte an die Besucher und dann ging es um 10:00 Uhr los. Die Veranstaltung begann damit, dass der Bürgermeister Herr Wigant mit einer Rede eröffnete. Danach folgte die Begrüßung durch das Moderationsteam Marla und Jeldrik. Als erster Programmpunkt erfolgte ein Film vom Geschichtskurs der Q1 mit dem Titel „Warum erinnern?“ In dem Film ging es darum, was der Holocaust-Gedenktag ist, worum es dabei eigentlich geht, und was für uns Erinnerungskultur bedeutet. Als Nächstes erfolgte eine Szenische Lesung der „Todesfuge“ von Paul Celan, gesprochen von einem Deutschkurs der Q1. Dieser Vortrag zeigte beim Publikum große Wirkung. Danach wurde vom Unbegreiflichen des literarischen Textes übergeleitet zum konkret Fassbaren, nämlich drei Einzelschicksalen aus Unna. Dieser Beitrag, ein Film, den Schülerinnen und Schüler der 8A und 9C gemacht hatten, war eine Biografie unserer drei Stolperstein-Patenschaften für Familie Marcus, Familie Selig und Familie Caspary. Anschließend folgte ein musikalischer Beitrag, bei dem der Chor der Sekundarstufe I „Die Moorsoldaten“ präsentierte. Nun folgten die Statements „Wir erinnern uns heute an…“ der Klasse 7C mit jeweils einem Zwischenspiel von „Schindlers List Main Theme“ von John Williams. Dieses wurde gespielt von Leonie aus der 9C, die im Anschluss an die Statements das gesamte Stück präsentierte, was sehr stimmungsvoll war. Zum Abschluss folgte noch ein musikalischer Beitrag, in dem der Chor das jiddische Lied „Bei mir bist du scheen“ sang. Nachdem das Lied vorbei war, wurden wir von dem Moderationsteam verabschiedet. Als letzter Beitrag folgten zwei Einladungen: einmal zur Kranzniederlegung am Friedensstein, wo auch die Statement-Karten niedergelegt wurden, und einmal zum Besuch der Foto-Ausstellung der Q1, die während ihrer Gedenkstättenfahrt Fotografien gemacht und diese in Collagen verarbeitet hatten. Das Publikum wurde eingeladen, Gedanken dazu auf Karten zu schreiben und diese an die Stellwand zu pinnen, was auch einige direkt gemacht haben.

Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung und eine gute Erfahrung für uns.

Anna und Helena, 7C