Für die gestaltungspraktische Aufgabe unseres Kunstunterrichts zum Thema „Lost Place PGU“ haben wir Orte an unserer Schule gesucht und fotografiert, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber bei genauerem Hinsehen eine besondere Atmosphäre haben.
Unsere Fotografien zeigen, dass es auch in einem belebten Schulgebäude Bereiche gibt, die verlassen, still oder vergessen erscheinen. Diese Orte sind meistens Ecken, die nicht regelmäßig genutzt werden oder an denen man den Lauf der Zeit deutlich erkennen kann.
So haben wir bei der Auswahl der Motive darauf geachtet, dass sie Spuren der Schulgemeinschaft aber auch des Alterns und der Vernachlässigung zeigen. Dazu gehören Rost, abblätternde Farbe, Moosbewuchs und zurückgelassene Gegenstände. Solche Details erzählen Geschichten, ohne dass man Menschen auf den Bildern sieht.
Es ist interessant, wie unbelebte Orte trotzdem etwas über frühere Aktivitäten aussagen können. Zum Beispiel kann ein rostiger Türrahmen wie ein Symbol für eine verschlossene Vergangenheit wirken, oder ein chaotisches Bücherregal an die Schule als Ort des Lernens erinnern, während das grüne Moos an der Backsteinwand zeigt, wie die Natur sich langsam ihren Platz zurückholt.
Die Arbeit an den Fotoserien hat gezeigt, dass man auch in vertrauter Umgebung viele neue Perspektiven entdecken kann. Oft übersieht man Orte, an denen sich die Spuren von Zeit und Nutzung besonders deutlich zeigen. Durch die Fotografie konnten wir diese Orte neu sehen und sie in einem anderen Licht darstellen. Auch die Betrachter werden dazu gebracht, selbst genauer hinzuschauen.
Colin Drepper (Q1)



















