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Reisebericht Tansania hautnah – Begegnungen, die bleiben

Warme Tropenluft, lebendige Gottesdienste, bewegende Begegnungen und beeindruckende Natur: In den Herbstferien 2025 reisten Schülerinnen und Schüler nach Tansania, um die Partnergemeinde der Kirchengemeinde Frömern in Temeke zu besuchen.

Krankenhaus in Mwarusembe

Kreissaal in Mchawa

Behandlungsmaterial

Kleinkind beim Besuch des Krankenhauses

Stillende Mutter

Krankenschwester

Gottesdienst in Temeke/Dar es salaam

Hütte

Kinder

Maismühle

Ngorongoro Krater Tansania

Elefant im Ngorongoro-Nationalpark

Heiße Quellen von Kikuletwa

In den Herbstferien 2025 durften wir – Jore, Resa und Sander Wulf – gemeinsam mit unseren Eltern und unserer Freundin Felia Mertens eine ganz besondere Reise nach Tansania unternehmen. Ziel unserer Reise war es, die Partnergemeinde unserer Kirchengemeinde Frömern in Temeke (Dar es Salaam) zu besuchen. Unsere Mutter hat dort bereits 2016 gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Unna und einer Kollegin den Aufbau einer Geburtsstation in einem Ortsteil von Dar es salaam unterstützt, die bis heute vielen Frauen und Kindern hilft. Deshalb war es uns wichtig, die Menschen und Projekte vor Ort endlich persönlich kennenzulernen.

Nach einem langen Flug kamen wir am frühen Morgen in Dar es Salaam an. Schon beim ersten Schritt aus dem Flugzeug spürten wir die warme, feuchte Luft und sahen Palmen, einfache Häuser und viele freundliche Gesichter. Besonders beeindruckt hat uns die große Gastfreundschaft der Menschen. Obwohl wir uns kaum kannten, wurden wir sofort herzlich aufgenommen und fühlten uns schnell willkommen.

In den folgenden Tagen besuchten wir mehrere Treffen und Gottesdienste der Partnergemeinde. Dabei konnten wir erleben, wie lebendig und fröhlich die Gottesdienste dort gefeiert werden – mit viel Gesang, Trommeln und Tanz. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der Geburtsstationen, die unsere Mutter damals mit aufgebaut hat und weiterhin als Projekt des Kirchenkreises Unna begleitet wird. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich die Kreißsäle in den letzten Jahren verändert haben (wir kannten Bilder von früher). Frauen haben nun die Möglichkeit an einem sicheren Ort ihre Kinder zu gebären. Geschultes Personal, Instrumente und Geräte für den Notfall, gehören mittlerweile zur Ausstattung. Sterile Spritzen, Kanülen und Handschuhe sowie ein Gerät zur Sterilisation verhindern Infektionen von HIV und anderen Erregern.  Die Menschen sind unendlich dankbar für die Unterstützung aus Unna sind.

Ein echtes Highlight war außerdem der Besuch von Dr. Alex Malasusa, dem Bischof von Tansania. Er nahm sich viel Zeit für uns und sprach über die Bedeutung von Partnerschaften zwischen Gemeinden in Afrika und Europa. Besonders spannend fanden wir, dass er betonte, wie wichtig gegenseitiges Lernen sei – also nicht nur „Hilfe aus Deutschland“, sondern ein echter Austausch auf Augenhöhe. Nach dem Treffen machten wir noch ein Gruppenfoto, das für uns ein besonderes Andenken geblieben ist.

Neben den kirchlichen Aktivitäten durften wir auch ein Stück der Natur Tansanias kennenlernen. Wir machten eine Safari im Ngorongoro-Nationalpark, wo wir Elefanten, Giraffen, Zebras und sogar Löwen sehen konnten – Tiere, die wir sonst nur aus dem Zoo kannten. Auch der Besuch eines lokalen Marktes war sehr spannend: Dort roch es überall nach Gewürzen, Obst und frisch gegrilltem Mais, und wir konnten viele neue Dinge probieren.

Am Ende unserer Reise gab es ein großes gemeinsames Farewell-Essen mit vielen Mitgliedern der Gemeinde, bei dem gesungen, gelacht und getanzt wurde. Es war ein emotionaler Abschied, weil wir in den zwei Wochen viele Freundschaften geschlossen hatten.

Diese Reise hat uns sehr geprägt. Wir haben gelernt, wie unterschiedlich Menschen leben können – und gleichzeitig, wie ähnlich wir uns alle in unseren Wünschen und Hoffnungen sind. Wir sind dankbar, dass wir diese Erfahrung machen durften und hoffen, dass der Kontakt zwischen unseren Gemeinden auch in Zukunft weiter so lebendig bleibt

Leider gibt es seit den Präsidentschaftswahlen, kurz nach unserer Reise, eine große Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Aufstände wurden blutig durch Polizei und Militär unterdrückt. 

Text von Jore, Resa und Sander Wulf mit Felia Mertens