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Theaterbesuch der Q1: Kleists „Zerbrochner Krug“ im Schauspielhaus Dortmund

Im Rahmen der aktuellen Unterrichtseinheit besuchten die Deutschkurse der Q1 am 30. November die Inszenierung „Der zerbrochne Krug“ im Schauspielhaus Dortmund.



Wer glaubt, Kleist sei staubig, wurde bei dieser Inszenierung schnell eines Besseren belehrt. Dabei wurde die Fassung des Dramas in ihren Elementen teils verfremdet, bei dem nun die Figuren selber im Fokus des Schauspiels standen.
Die Zeugin Eve war so die Influencerin „Pottery Fairy“, aus dem Dorfrichter Adam wurde Mr. A und anstatt einem Krug, zerbrach eine Sammlung an Töpferstücken.
Trotz oder auch gerade wegen dieser Veränderungen waren die Charaktere und ihre Beziehungen im Zentrum des Stückes.
Das Schauspielhaus arbeitete mit einem Kameramann auf der Bühne, welcher die Modernisierung stark unterstrich, aber auch für einen gewissen Faktor an Humor sorgte. Dadurch war die Stimmung des Theaters aufgelockert und die Schülerinnen und Schüler hatten Spaß, die Vorstellung zu besuchen.
Die Handlung war leicht zu verfolgen, und das Ende bot eine unerwartete Abweichung von der Originalfassung.
Somit fand das Stück durchaus Anklang bei den Schülerinnen und Schülern. Die Modernisierung wirkte für eine Lockerung der Spannung und auch während der Inszenierung wurden leise Kommentare ausgetauscht. Statt einer strengen Atmosphäre entstand eine ungezwungene Stimmung in dem Publikum.
Im Anschluss tauschten viele Schülerinnen und Schüler noch lange ihre Eindrücke aus. Besonders die aktuellen Elemente wurden wiederholt angesprochen, denn diese ließen das Stück durchaus anders erscheinen als erwartet. Auch im darauffolgenden Unterricht wurde die Inszenierung ausführlich reflektiert, welche ebenfalls einen positiven Eindruck beschrieben. Obwohl mit Humor gespielt wurde, wirkte das Ganze nicht lächerlich.
Vielmehr wurden die einzelnen Motive und Beziehungen der Figuren deutlicher.

Die Inszenierung des zerbrochnen Kruges diente so nicht nur als gelungene Vorbereitung auf die anstehenden Deutschklausuren, sondern ermöglichte auch einen tieferen Einblick in das Stück und seine Figuren.
Somit fand es durchaus Anklang bei den Deutschkursen und konnte besonders als Klausurvorbereitung gut genutzt werden.

Marie (Q1)